Das Argumentationsmuster von manchen Gegnern moderner Technologie ist relativ einfach: Anekdotische Evidenz, die Behauptung von Kausalität, wo allenfalls Korrelationen vorliegen, verschwörungstheoretisches Raunen, das Schüren von Angst. Hat man das Prinzip verstanden, erlaubt es die Vorgehensweise, fast alles, was moderne Medizin oder Landwirtschaft ausmacht, zu verteufeln und als existenzielles Risiko für die Gesundheit und das Überleben der Menschheit darzustellen. Am Beispiel der Kartoffel könnte eine Initiative etwa so argumentieren:

Kartoffeldreck weg!

Am 24. März 1756 erließ der Alte Fritz seinen berühmten Kartoffelbefehl, mit dem er seinen Beamten befahl, den Bauern den Anbau der Kartoffel „begreiflich zu machen“. Die neu geschaffenen Kartoffelfelder ließ der König von Soldaten bewachen, damit die Bauern die Knollen nicht heimlich wieder ausgraben konnten. Da bis heute keine Langzeitstudien zu den gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Anbaus dieser Giftpflanze existieren, kann die Forderung nur heißen: Stoppt die Kartoffeln! Kartoffelfeldbefreiung sofortKartoffeldreck weg!

Die Geschichte der Kartoffel ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich die Politik über Bedenken von Bürgerinnen und Bürger und Warnungen von Wissenschaftlern und Agrarexperten hinwegsetzt und den Anbau einer neuen Pflanze ohne Rücksicht auf Langzeitfolgen durchsetzt.

Schon Friedrichs Vater, der Soldatenkönig, hatte die Bauern zum Anbau der exotischen Knolle aus den Anden zwingen wollen und gedroht, jedem „Nasen und Ohren abzuschneiden“, der sich weigerte. Es hatte nichts genutzt. Die Mehrheit der Bevölkerung war gegen den Anbau und boykottierte ihn. Dann kam sein Sohn und machte ernst.

Friedrich setzte sich – ganz absolutistischer Herrscher – über die Bevölkerungsmehrheit hinweg und dekretierte den Anbau, den er von seinen Soldaten und seinen Beamten überwachen ließ, die jeden denunzierten, der den Befehl sabotierte.

In seinem Kartoffelwahn pflügte er die traditionsreiche preußische Landschaft um. Wie seine Berater aus der Kartoffellobby war er der Auffassung, dass die angeblich genügsame und für sandige und torfige Böden gut geeignete Pflanze in der Lage sein würde, den in Preußen noch immer grassierenden Hunger zu bekämpfen und den Bauern zu mehr Wohlstand und zu mehr Gesundheit zu verhelfen. Kartoffeln, so behauptet die Kartoffellobby noch heute, enthalten viel Vitamin A, C und B sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Zudem liefert sie angeblich größere Erträge, müsse nach der Ernte nicht aufwändig verarbeitet werden und lasse sich leicht lagern. Eine erschreckende Sichtweise! Heute wissen wir dank langjähriger Beschäftigung mit den so genannten Segnungen des „Goldenen Reis“: Hunger muss durch Umverteilen bekämpft werden, nicht durch neue Pflanzen! Technischer Fortschritt kann kein Problem lösen, das objektiv sozialer Art ist. Das Argument des Vitamingehalts läuft auch ins Leere: Vitamine hätten die Armen im Land auch bekommen können, wenn der Alte Fritz ihnen ermöglicht hätte, mehr Seefisch und mehr Südfrüchte zu verzehren oder sie zum Konsum von mehr Beerenobst angehalten hätte.

Systematisch vergiftete Friedrich sein Volk, legte die Axt an die gesunde Ernährung, die damals vor allem aus Roggen, Mutterkorn, Bohnen, Zwiebeln, Kastanien und ein wenig Hafer und Dinkel bestand und setzte die Bevölkerung Gefahren aus, unter deren katastrophalen Langzeitfolgen wir noch heute leiden.

Völlig verantwortungslos ignorierte er das unabsehbare Allergierisiko. Kaum ein Europäer hatte je zuvor eine Kartoffel gegessen, und zahlreiche Bestandteile der Pflanze sind als potentiell allergen bekannt.

Mit der Kartoffel wurden überdies fremde Gene nach Mitteleuropa eingeführt und verbreitet. Es bestand die Möglichkeit des Auskreuzens an andere Nachtschattengewächse wie Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel und Tollkirsche – wichtigen Pflanzen der Volksmedizin. Wollte der Alte Fritz den Boden für eine neue Medizin bereiten, die der bewährten Pflanzenmedizin mit ihren Hexensalben, Aphrodisiaka und Heiltees das Wasser abgrub? Ein Angriff des preußischen Patriarchats auf die „weisen Frauen“ und ihre Heilkunde, nachdem die offene Hexenverfolgung abgeschafft war!

Schlimmer noch, die Kartoffel produziert ganz wie der heute von „Monsatan“ einführte Genmais Fungizide und Pestizide in allen grünen Pflanzenteilen! Ein Nervengift, das schon in niedriger Dosierung Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Magenkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Alpträume und Kopfschmerzen verursacht! In höherer Dosierung führt das Gift zu Halluzinationen, Verlust einzelner Sinne, Paralyse, Fieber, Gelbsucht, Hypothermie und Tod. Vor allem Kinder und Säuglinge sind gefährdet und die Höchstmengen werden regelmäßig in Blättern und Stängeln überschritten. Noch heute, so schätzen Naturheilkundler, erleiden allein in den USA pro Tag (!) etwa 250.000 Menschen eine Solaninvergiftung.

Zur Erntezeit schwelten überdies in allen Feldern Kartoffelfeuer, in denen aus den Pflanzenteilen fungizid- und pestizidbelastete Stäube freigesetzt wurden und große Mengen Dioxin entstanden.

Leider gab es damals noch keine organisierten Umweltschützer, und die basisdemokratischen „Feldbefreier“ konnten sich nicht durchsetzen, weil der Alte Fritz die Versuchsfelder von seinen bezahlten Schergen bewachen ließ, die keine Probleme damit hatten, von ihren Waffen Gebrauch zu machen.

So kam die Kartoffel über Deutschland, mit allen ihren verheerenden Auswirkungen wie Pommes, Fast Food und Industriestärke. Dabei hat sie kein einziges der Probleme gelöst: Irland, das einseitig auf die Kartoffel setzte, wurde bald darauf mehrfach Opfer einer Hungersnot. Es folgten Massenselbstmorde irischer Kleinbauern und – über den Umweg der Massenauswanderung – der Völkermord an der indigenen Bevölkerung Amerikas. Die Kartoffel ist ein Menetekel der Hybris, die sich gegen die Schöpfung auflehnt und der Globalisierung, die Pflanzen von einem Kontinent auf den nächsten verschleppt und dadurch Armutswanderungen und die Vernichtung ganzer Völker auslöst.

Bis heute gibt es keine belastbare Studie über die Langzeitwirkung der Kartoffel! Niemand kann ausschließen, dass der seit Mitte des 18. Jahrhunderts zu beobachtende, erschreckende Anstieg von Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Schlaganfällen und koronare Herzerkrankungen oder das Auftreten von Erkrankungen, die damals völlig unbekannt waren (Autismus, ADHS, Parkinson, Alzheimer) auf die Kartoffel zurückzuführen ist. Es gibt epidemiologische Studien, die Kartoffelverzehr mit Arthritis in Verbindung bringen und zahlreiche Rattenstudien, bei denen die Verfütterung von Kartoffelpflanzen zu Schäden an Embryonen, Totgeburten usw. führt. Das Vorsorgeprinzip verbietet den Kartoffelanbau, aber die europäischen Behörden – allesamt eng mit der Kartoffellobby verbunden – ignorieren die realen Gefahren.

Schon Rudolf Steiner wusste, dass die Kartoffel durch die Erdgerichtetheit ihrer Keimblätter sehr stark auf das Nervensystem wirkt und dadurch das meditativ-verinnerlichende Denken schwächt. Die Verbreitung der Kartoffel als Hauptnahrungsmittel fällt nicht nur zusammen mit dem Aufkommen völlig neuer Krankheiten, sondern auch mit der Verbreitung einer materialistischen Denkweise, die sich ganz auf eine oberflächliche Sinneswahrnehmung stützt. Der Volksmund hat diesen Zusammenhang schnell auf eine griffige Formel gebracht: Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln.

Aus allem ergibt sich eine klare historische Notwendigkeit: Das am Kampf gegen Genpflanzen geschärfte Bewusstsein weiter Teile der Bevölkerung über die Zusammenhänge zwischen technischem Fortschritt und Genmanipulation einerseits und Globalisierung, Ausbeutung und patriarchalischer Unterdrückung andererseits muss genutzt werden, um den im 18. Jahrhundert gescheiterten Kampf der Unterdrückten wieder aufzunehmen und erfolgreich zu Ende zu führen: Fordert das Verbot der Kartoffel! Boykottiert den Verkauf! Belagert Händler und Läden, die sie im Angebot haben! Nie wieder Pommes! Erst wenn die letzte Kartoffel vernichtet ist, haben wir den Alten Fritz und seine Ideologie endgültig besiegt.

Kurz zusammengefasst: Die Kartoffel ist ein Erbe des Absolutismus, ein Symbol der Globalisierung, ein patriarchalisches Instrument zur Unterdrückung der Frauen, und daneben assoziiert mit Völkermord, verheerenden Krankheiten und dem Materialismus. Der Kampf gegen die Kartoffel ist daher eine soziale und politische Notwendigkeit.

In leicht verständlicher Sprache: Die Kartoffel ist voller Gift. Sie muss weg.