Wissenschaftler berichten in der Fachzeitschrift PNAS über die Entdeckung eines Virus, das infizierte Tiere und Menschen „dümmer“ zu machen scheint. Zumindest schnitten Infizierte in Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit signifikant schlechter ab als nicht infizierte Vergleichstiere bzw. -personen. Alters- und Geschlechtsunterschiede wurden bei den Vergleichen zwischen den Versuchspersonen ebenso berücksichtigt wir andere demographische Faktoren (Erziehungshintergrund, Stoffwechsel, Rauchen, Geburtsort usw.).

Wie das Virus, das zufällig im Mundraum von Menschen entdeckt wurde, das bewerkstelligt, ist unklar. Bei den Mäusen wurden Einflüsse auf Gene gefunden, die mit Erinnerung, synaptischer Plastizität, Lernen und dem Immunsystem assoziiert sind. Genauso verblüffend ist die Entdeckung, dass es sich bei dem Virus um ein Chlorovirus handelt, das typischerweise Grünalgen befällt. Bislang war kein Fall bekannt, das Pflanzenviren auch Mensch und Tier befallen und dort biologische Aktivitäten auslösen können.

GEO hat darüber gut verständlich berichtet.