Gentechnik funktioniert nicht!

Jul 11

Um auf den Einsatz von Insektiziden verzichten zu können, entwickelten Forscher des britischen Rothamstead Research Instituts vor Jahren die Idee, einen natürlichen Mechanismus zu nutzen. Wie wäre es, wenn Weizenpflanzen einen Stoff freisetzen könnten, der Blattläuse abschreckt? Sie dachten an ein Pheromon, einen Stoff, mit dem Blattläuse sich gegenseitig warnen, wenn sie von anderen Insekten

Vorsicht, Erdbeeren!

Jun 30

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat Glyphosat in der Muttermilch nachweisen lassen. Die Nachweismethode ist zwar ungeeignet, operiert an der technischen Nachweisgrenze und für die insgesamt 16 (!) Messwerte fehlen Kontrollen und elementare Statistik, aber die Verunsicherung ist gelungen, zumal auch Nachrichtenagenturen und Fernsehsender den Inhalt der Pressemeldung der Grünen unkritisch weiter verbreiteten. Stillende Mütter haben Angst, obwohl

Impfen – Bringt’s was? Oder sein lassen?

Jun 16

Falls sich noch irgend jemand wundert, wie Fernsehberichte zu so genannten „kontroversen“ Themen wie GMOs, Glyphosat oder Impfen zustande kommen, der findet die Antworten hier. Das Team der Sendung Heute+ im öffentlich-rechtlichen ZDF kündigt bei Facebook einen Beitrag zum Thema „Impfen: Bringt’s was? Oder bleiben lassen?“ an. „Donnerstag geht’s bei heute+ mit Eva-Maria Lemke ums Impfen: überflüssig oder

Die Süßkartoffel und das Gentechnikrecht

Apr 23

Süßkartoffeln sind ein prächtiges Gemüse. Rötliche Schale, darunter Fruchtfleisch in verschiedenen Farbtönen: weiß, gelb oder tief orange. Je heller, desto trockener, je dunkler, desto weicher und süßer ist es. Süß und nussig im Geschmack, erinnert die Süßkartoffel an Kürbis und Kastanie. Aber sie birgt noch eine andere Überraschung: Sie hebelt das europäische Gentechnikrecht aus.

Arctic Apples – Neues aus der „Frankenstein-Küche“

Feb 22

Kaum ein Erwachsener und schon gar kein Kind isst Apfelschnitze oder -scheiben, die braun geworden sind. Sie sind unansehnlich, gelten als nicht mehr frisch und werden weggeworfen, so wie anderes Obst, das entsorgt wird, weil es schrumpelig, fleckig, braun oder mehlig geworden ist. Die braunen Apfelstücke sind Teil der 1,2 Millionen Tonnen Obst, die nach einer Untersuchung der Universität Stuttgart in deutschen Haushalten pro Jahr in der Abfalltonne verschwinden. Das ist Verschwendung pur, aber kaum zu ändern, am wenigsten durch gut gemeinte Appelle oder die 2012 gestartete Aktion „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Davon abgesehen, ist die Ablehnung brauner Apfelstückchen ein bisschen berechtigt, denn die Bräunungsreaktion reduziert den Gehalt an Phenolen, die als besonders gesund gelten. Für abgepackte Obstsalate, ein beliebter Snack gesundheitsbewusster Großstädter, verwendet die Industrie heute Ascorbinsäure, Zitronensäure, Kalziumsalze und/oder Schutzgas, damit die Apfelstückchen auch nach ein paar Stunden noch weiß aussehen. Der Nebeneffekt: Der Obstsalat schmeckt säuerlich und manche Konsumenten sind abgeschreckt, weil diese Naturstoffe als E-Nummern auf der Verpackung erscheinen.
Demnächst gibt es, zumindest in Kanada und den USA, den „Arctic Apple“, ein Apfelsorte, deren Schnittflächen auch ohne Zusätze bei Kontakt mit der Luft nicht mehr braun werden. Die Forscher des kleinen kanadischen Apfelzüchters Okanagan Specialty Fruits haben – zunächst bei den in Nordamerika beliebten Sorten Granny Smith und Golden Delicious – die Gene deaktiviert, die für die Bräunung verantwortlich sind. Das Unternehmen benutzte dafür einen Prozess namens gene silencing (Gen-Stillegung), einen natürlichen Mechanismus, den alle höheren Pflanzen und Tiere in ihren Zellen nutzen, um die Aktivität von Genen zu steuern.

Alle Jahre wieder – Krebs zur Weihnachtszeit

Dez 20

Alle Jahre wieder kann man sich darauf verlassen, dass irgendeine Umweltschutzorganisation zum Weihnachtsfest eine Gefahrenwarnung herausgibt. Diesmal sind es weder Lebkuchen noch Zimtsterne noch Adventskalender, sondern Weihnachtsbäume, in denen “chemische Rückstände” gefunden wurden. Der Urheber der Warnung, der BUND, hat Nadeln von insgesamt 15 Weihnachtsbäumen aus Berlin, Leipzig, München, Nürnberg sowie aus weiteren Regionen in Bayern

Kartoffeldreck weg!

Okt 13

Das Argumentationsmuster von manchen Gegnern moderner Technologie ist relativ einfach: Anekdotische Evidenz, die Behauptung von Kausalität, wo allenfalls Korrelationen vorliegen, verschwörungstheoretisches Raunen, das Schüren von Angst. Hat man das Prinzip verstanden, erlaubt es die Vorgehensweise, fast alles, was moderne Medizin oder Landwirtschaft ausmacht, zu verteufeln und als existenzielles Risiko für die Gesundheit und das Überleben der Menschheit darzustellen. Am Beispiel der Kartoffel könnte eine Initiative etwa so argumentieren:

Kartoffeldreck weg!

Am 24. März 1756 erließ der Alte Fritz seinen berühmten Kartoffelbefehl, mit dem er seinen Beamten befahl, den Bauern den Anbau der Kartoffel „begreiflich zu machen“. Die neu geschaffenen Kartoffelfelder ließ der König von Soldaten bewachen, damit die Bauern die Knollen nicht heimlich wieder ausgraben konnten. Da bis heute keine Langzeitstudien zu den gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Anbaus dieser Giftpflanze existieren, kann die Forderung nur heißen: Stoppt die Kartoffeln! Kartoffelfeldbefreiung sofortKartoffeldreck weg!

100 Milliarden GMO-ernährte Tiere

Okt 4

Seit Jahren wird die Öffentlichkeit durch Berichte verunsichert, wonach das Verfüttern von gentechnisch veränderten Pflanzen, vor allem Mais und Soja („Genmais“, „Gensoja“) bei Ratten, Mäusen, Schweinen und Rindern zu Krebs, Fortpflanzungsstörungen, Entzündungen und vorzeitigem Tod führt. Verwiesen wird auch auf das Herbizid Glyphosat, das beim Anbau einiger dieser Pflanzen bevorzugt eingesetzt wird.

Zuletzt erregte 2012 der französische Biologe Gilles-Eric Séralini Aufsehen mit Versuchen an 200 Laborratten. Dabei entwickelten zahlreiche Tiere im Verlauf von zwei Jahren viele und große Tumore. Séralini führte das darauf zurück, dass die Tiere „Genmais“ und Glyphosat in ihrer Nahrung erhalten hatten. Er hatte allerdings einen Rattenstamm verwendet, der extra dafür gezüchtet ist, sehr rasch Tumore zu entwickeln. Zudem unterschlug Séralini in seinen öffentlichen Verlautbarungen, dass auch die Tiere, die normale Kost erhielten, an Krebs erkrankten. Männliche Tiere mit Glyphosat im Trinkwasser oder viel „Genmais“ im Futter entwickelten sogar weniger Tumore als die Kontrollen. Diese Ausreißer weisen darauf hin, dass die Gruppen viel zu klein waren, um statistisch signifikante Aussagen zu treffen. Séralinis Ergebnisse standen im übrigen in Widerspruch zu mehr als 2.000 Studien aus der ganzen Welt, die ergeben hatten, dass es die behaupteten Gesundheitsrisiken nicht gibt. Die Veröffentlichung wurde denn auch von zahllosen Wissenschaftlern als methodisch unhaltbar zerpflückt und von der Zeitschrift zurückgezogen (inzwischen wurde der Artikel von einer anderen Zeitschrift unverändert erneut publiziert). Dennoch gelang es, Politiker zu alarmieren und die Öffentlichkeit nachhaltig zu beunruhigen.

Derselben Öffentlichkeit bislang völlig unbekannt ist eine neue Veröffentlichung kalifornischer Wissenschaftler zum Thema Gesundheitsgefährdung durch gentechnisch veränderte Nahrung.

Genhühner und Genblut

Apr 28

Große Aufregung in Deutschland: McDonalds verwendet für seine Chickenburger ab sofort auch Fleisch von Hühnern, die mit „Gen-Soja“ gefüttert wurden. Neben Greenpeace empören sich vor allem die Grünen, die bekanntlich große Affinitäten zu Fast-Food amerikanischer Großkonzerne haben, weil diese Gerichte in grünen Kreisen als ganz besonders nahrhaft, gesund und dabei preiswert gelten. Ihr Absatz sollte sogar durch einen eigens eingeführten „Veggietag“ in deutschen Kantinen befördert werden, aber die Wähler durchschauten diesen plumpen Lobbyismus und wählten die Grünen ab. Jetzt sind die Grünen von ihrem Lieblingskonzern schwer enttäuscht.

Chicorée-Scholastik

Apr 19

Aufgeklärte Menschen machen sich gern über die Essensvorschriften der großen Religionen lustig: Für die einen ist Rind, für die anderen Schwein tabu, wieder andere zählen das Geflügel zu den Fischen und nicht zum Fleisch, wenn es ums Fasten geht, und dann gibt es auch noch jede Menge Schlacht- und Zubereitungsvorschriften. Die gleichen ach so aufgeklärten

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