„An absolute no-go“ – a European organic opinion leader goes CRISPR 

Apr 21

European activists opposing all forms of modern genetics have a new defector. The heretic is no other than Urs Niggli, for more than 25 years Director of the Switzerland-based Research Institute of Organic Agriculture (Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau, FiBL). FiBL is one of the world’s leading organic farming information and research centers located in Switzerland with branches in Germany and Austria. It is internationally respected for its research in the organic agricultural community and beyond. While FiBL has been among the first outspoken critics of genetic engineering in the past (and claims responsibility for the GMO ban installed in Switzerland), it’s director now has adopted a more balanced view. But when he spoke out in an interview in the German-language newspaper Die Tageszeitung taz, published April 6,  Niggli found himself in the focus of a shitstorm by NGOs and lobby groups of organic agriculture. At present, he no longer speaks to the media. (article est disponible en Frenche ici.)

Kuba – das 100%ige Bioparadies

Apr 9

Erinnern Sie sich noch an das Paradies, das einstmals im Osten Deutschlands lag? Ein Land, in dem jeder genug zu essen hatte, in dem Brot und Wohnen billig waren, wo der Staat niemanden vergaß, wo Übergewicht kein Thema war und jeder Anrecht auf Urlaub hatte? Umweltschutz wurde dort eher als in der Bundesrepublik als Staatsziel verankert und als zweites Land Europas führte die DDR 1970 ein umfassendes Umweltrahmengesetz ein. Selbstverständlich gab es ein Tempolimit. Was ist aus diesem vorbildlichen Land geworden? Glyphosat-verseuchte Landstriche mit Menschen, die keine Perspektive haben. Die kapitalistische Maschinerie hat es sogar geschafft, die zweckmäßigen kleinen und sparsamen Autos aus regionaler Produktion vollständig zu verdrängen.

Das Gleiche droht jetzt Kuba, warnen westliche Initiativen, Agrarökologen und Experten für nachhaltiges Wirtschaften. Denn die von US-Präsident Obama betriebene Annäherung zwischen den USA und dem kleinen sozialistischen Nachbarland bringt ihrer Ansicht nach die beste Errungenschaft des Landes (nach dem Erhalt der wunderschönen Straßenkreuzer)  in Gefahr: die 100% bioorganische Landwirtschaft, ein Vorbild für die ganze Welt!

Naturschutz – Über Zielkonflikte

Apr 6

Im Urlaub auf Lanzarote habe ich nach 20 Jahren die Caldera des los Cuervos wieder besucht, den ersten Vulkan, der beim verheerenden fünfjährigen Ausbruch von 1730 bis 1735 entstand. Der „Rabenkessel“ ist etwa 90 Meter hoch, ein markanter Kegel, der sich aus einer Landschaft aus scharfkantiger Lava erhebt. IMG_0001Der Hamburger Grafiker Wolfgang Werkmeister hat ihn eindrucksvoll in einer Radierung seines Lanzarote-Zyklus festgehalten. Man kann den Krater betreten, denn an der Nordseite sprengte kurz nach dem Ausbruch der Druck der noch kochenden Lava einen Teil der Wand weg. Eines der Trümmerstücke, etwa 15 mal 20 Meter groß, wurde dabei gut 150 Meter weit mitgerissen und liegt noch heute dort.IMG_0007 Durch die entstandene Öffnung lässt sich der Kraterboden betreten. Man muss innen ein Stück die Flanke hinuntersteigen, der Boden liegt ca. 20 Meter tiefer als das Lavafeld, das den Kegel umgibt. Asche und die etwas größeren Lava-Pilli, die den Boden aus erkalteter Lava früher bedeckten, wurden nämlich jahrelang mit LKW für die Verwendung in Landwirtschaft und Straßenbau abgefahren. Auch heute noch besteht der Boden aus diesem Material. Darauf liegen kleinere Lavablöcke, die vermutlich von den Kraterwänden heruntergestürzt oder bei der Nutzung hierher geraten sind.

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